Aktuell

28.12.2017 09:42:36 Die Politik im Dienst der Milchkonzerne!
2017 ist bald Geschichte. Für uns Schweizer Milchbauern war das Jahr durchzogen, denn unsere Milchbranche tut sich immer noch schwer damit, eine Pflicht für einen korrekten Milchkaufvertrag durchzusetzen. Daran ändert auch die vom Bundesrat erteilte Allgemeinverbindlichkeit nichts. Man stelle sich vor, die Firma Ammann in Langenthal produziere Strassenwalzen für einen Kunden und in dem Liefervertrag ist zwar die Qualität genaustens festgehalten, es sind aber weder die Stückzahl noch der Preis in diesem Vertrag geregelt. Darüber würde jeder normaldenkende Bürger den Kopf schütteln. Aber genau ein solches „Vertragsverhältnis“ erlaubt Agrarminister Schneider Ammann in der Milchbranche nach wie vor.

BIG-M blickt mit Sorge ins Neue Jahr, es gibt aber auch Grund zur Hoffnung, wie man dem Newsletter entnehmen kann.
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25.10.2017 08:22:01 Keine Tricks mehr bei den Milchlieferverträgen!
In Brüssel passieren ab und zu Wunder. In der vergangenen Woche wurde entschieden Art. 148 der gemeinsamen Marktordnung abzuändern. Was bis vor kurzem noch undenkbar war, ist nun doch möglich: Die Milchbauern sollen Milchlieferverträge mit verbindlichen Angaben zu Menge und Preis erhalten! Ist nun alles in Butter? Wohl kaum. Wir Schweizer Bauern haben mit diesen Milchlieferverträgen ja schon jahrelange Erfahrungen.
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27.09.2017 20:05:35 Der Milchmarkt leidet unter den Altlasten
In Europa klettert der Butterpreis von einem Rekord zum nächsten. In der EU nähert er sich der magischen Grenze von 8000.- USD pro Tonne! doch In den Interventionslagern der EU stapeln sich immer noch die 350 000 Tonnen Magermilchpulver aus der letzten Milchkrise. Und was machen die Molkereien? Sie fordern die Bauern auf, mehr Milch zu liefern, damit die Nachfrage nach Butter gedeckt werden kann. Das Problem des unverkäuflichen Magermilchpulvers delegieren sie an Brüssel. Dabei wäre es simpel, marktwirtschaftliche Signale zu setzen: Die Molkereien müssten einfach das Milchfett besser bezahlen als das Milchprotein. Damit bekämen die Bauern einen Anreiz, ihre Fütterung so umzustellen, dass der Fettgehalt in der Milch ansteigt, also vor allem rohfaserreiches Futter!
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20.08.2017 14:20:41 Am nächsten Mittwoch ist die Stunde der Wahrheit
Am nächsten Mittwoch, 23. August findet die nächste BOM Sitzung statt. Das wichtigste Geschäft ist die Festsetzung des Richtpreises für das letzte Quartal 2017. Es würde uns nicht wundern, wenn die Branche wie in der Vergangenheit diese Gelegenheit nutzen und wieder einmal ihr „klares Bekenntnis zum Milchland Schweiz“ bekräftigen würde. Für den Erhalt der Milchproduktion in der Schweiz wäre es aber wesentlich nützlicher, wenn die Marktakteure ihre Scheinheiligkeit endlich ablegen und uns Bauern unsere Arbeit für das hochwertige Lebensmittel Milch fair bezahlen würden. Fair heisst in diesem Fall, dass der Bauer von der Milchwirtschaft leben kann, ohne sich selbst, eigene Familienmitglieder oder fremde Mitarbeiter auszubeuten.
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20.07.2017 14:05:25 Milchprodukte als Kampfartikel
Während wir Bauern ums Überleben kämpfen, kämpfen die Grossverteiler um Marktanteile - egal mit welchen Argumenten.
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26.06.2017 16:35:15 Der BOM Austritt der Migros ist folgerichtig
Der Austritt der Migros aus der Branchenorganisation Milch BOM, der vergangenen Freitag verkündet wurde, ist für viele eine Überraschung. Für BIG-M ist es aber bloss ein folgerichtiger Schritt. Dass die Migros schlicht die Nase voll hatte, einer Organisation anzugehören, in der die gefassten Beschlüsse von den Mitgliedern nicht umgesetzt oder gar unterlaufen werden, ist verständlich.
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23.06.2017 10:35:35 Missbrauch der Macht im Milchmarkt
Das Geplänkel um den Richtpreis für A-Milch in der Schweiz gibt weiterhin zu reden. Die Industrie und die Grossverteiler betonen bei jeder Gelegenheit, dass der Milchpreis in der Schweiz in hohem Masse vom Milchpreisniveau im Ausland abhängig sei. Der Milchpreis im Ausland wird sogar bei der Berechnung vom A-Preis fürs Inland berücksichtigt. Ein Blick auf die Milchpreissituation in der EU zeigt was Sache ist: während in der EU der Milchpreis um 30% gestiegen ist, ist der Auszahlungspreis in der Schweiz im gleichen Zeitraum um 3% gesunken!

https://ec.europa.eu/agriculture/sites/agriculture/files/market-observatory/milk/pdf/eu-raw-milk-prices_en.pdf

Vor einem Jahr, im Juni 16, war der durchschnittliche Preis in der EU bei rund 25 Cent. Jetzt, ein Jahr später liegt er bei rund 33 Cent. Das ist eine Steigerung von fast 30%! Bei uns lag der Richtpreis vor einem Jahr bei 65 Rappen und ein Jahr später liegt er immer noch bei 65 Rappen. Steigerung = Null! Und dieser Preis wurde und wird nicht einmal ausbezahlt wie ein Blick auf das Milchpreismonitoring des SMP zeigt: Im März 2016 erhielten die Bauern laut Milchpreismonitoring für A-Milch 55,55 Rappen, minus 1,68 Rappen für diverse Abzüge oder Zuschläge, also 53,87 Rappen. Im März 2017 waren es 53,80 Rappen, minus 1,41 Rappen Abzüge / Zuschläge also 52.39 Rappen. Während in der EU der Milchpreis um 30% gestiegen ist, ist der ausbezahlte Industriemilchpreis in der Schweiz um rund 3% gesunken!!
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26.05.2017 23:25:17 Die Ohnmacht der Bauern
Nun ist klar, der Richtpreis für einen Liter bleibt wo er ist. Die Hoffnung der Milchbauern auf eine Erhöhung war auch diesmal umsonst. Dass heute nicht einmal der aktuelle Richtpreis bei den Bauern ankommt ist leider die Logik des Marktes: Solange unkontrolliert Milchmengen auf den Markt gelangen, für welche keine Nachfrage im hochpreisigen Schweizer Markt besteht, solange wird diese Menge das Preisgefüge von unten torpedieren. Schön, dass Coop von sich aus den Milchpreis für ihre Milchlieferanten um 3 Rappen anheben will. Das tönt wie Balsam. BIG-M gratuliert auch den den Marketingstrategen von Coop, denn eine bessere Imagekampagne gibt es nicht. Was uns hingegen sauer aufstösst ist die Aussage, dass Coop in seiner Medienmitteilung bei einem Richtpreis von 68 Rappen pro Liter von einem „fairen“ Milchpreis spricht....
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08.05.2017 11:19:34 Der alljährliche Milchwahnsinn im Mai 17
Im Monat Mai sind die Milcheinlieferungen in der Schweiz traditionell immer am höchsten. In diesem Monat kommt schonungslos zutage, ob und wie gut der Milchmarkt funktioniert. Seit Jahren ist der Frühling, in dem die einzigartige gelbfarbene Butter produziert wird, für uns Milchbauern ein Desaster. Im Wonnemonat Mai rächt sich das Versagen des Milchmarktes brutal an den Bauern. Es hat viel zu viel Milch, welche innerhalb des Marktes unterpreisig angeboten werden muss. Auszahlungspreis, die mehr als 10 Rappen unter dem Richtpreis liegen, sind die logische Folge. Doch es gibt auch Erfreuliches.
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18.04.2017 09:08:46 Faule Ostereier
Ostern ist vorbei. In den herausgeputzten Gärten haben die Kinder am Sonntagmorgen die vom Osterhasen versteckten Eier gesucht und gefunden. Nur im etwas verwilderten Garten der Milchwirtschaft liegen immer noch faule Eier herum, welche seit Jahren niemand finden will und darum stinken diese weiterhin. BIG-M nennt vier dieser Eier beim Namen.
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BIG-M, die Bäuerliche Interessen-Gruppe für Marktkampf

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Kundgebung in Bern 27.9.2010